Oh Blech, oh unterschwärzester Dreck, oh ätzende Flüssigkeiten, oh Sintermetalle. Sie sind mir alle eins und das liebste – oder auch, mein Leben hängt an ihnen. Denn heute Nahkontakt. Heute Hände an die Bremsanlage meiner ach so geliebten Maschine. Das war vielleicht eine Fummelei, meine Herren! Vor allem das rein, weniger das raus. Ventile klappern nebstbei bemerkt auch munter vor sich hin. Wenn ich nicht bald den Herrn von Mech seh dreht mir die Alte noch am Stand durch.
Leider musste ich die Arbeit halbverrichtet darniederliegend lassen – mir fehlten die Spreizfedern und die Muse. Der Wind bließ mit mich schaudern lassender Geschwindigkeit und zudem fehlt mir die Kenntnis, obs die verblieben gelassene Bremsflüssigkeit noch macht.
DAS HEISST, im klaren Texte, dass ich morgen wider Willens mit den öffentlichen Verstinkungsmitteln mich verkehren werde müssen. Ein Graus, eine Pein. Stinkend und schwitzend werde ich die ebenfalls stinkenden und schwitzenden Mitmenschen nicht minder belästigen als eben diese mich. Auge um auge, und so weiter…..und so fort. Eventuell noch den Moment in überlautstärke verklären lassen! wir werden sehen. Vorteile hat das alles keine klar ersichtlichen, aber Tatsachen sind sie nicht zu minder. Und was Tatsache ist soll und will ich nicht in Frage stellen.
Gute nacht, ihr Knechte der Gerechten. Ihr Untergrabenen der Einfältigkeit. Ihr Nimmermüden Stehaufmänner und Frauen. Ihr meine ebens und niemals gleichen. Ihr meine Stromschwimmer.
Apropos! Also das kann kein Zufall sein. Erstmals sehe ich einen Film „into the wild“, nennt er sich. Tolle Kamera! Aber der Typ Mensch der da von sich eingenommen mir entgegenkotzt, dass das System für den Arsch ist, er geschändet durch Brutalität und Ignoranz seines Elternhauses – will er entrinnend dem ganzen in der Wildnis nach Antworten suchen und findet sie, ja wo? Ja im Tod durch Fehlgriff. Trottel. In der Erkenntnis, dass es überhaupt kein System geben kann dem man sich nicht unterwerfen müsse. Dass es überhaupt kein nicht-System gäbe. Ob ich nun Beeren pflücke für mein Darsein oder in die Arbeit trotte…..moralisch gesehen vielleicht stärker und schwächer, aber Moral tötet doch auch nur. Ist alles vergänglich, aber der Mann war wenigstens einigermaßen konsequent in seiner Ablehnung.
Schlimmer da noch dieser unsägliche Schweizer, der in seinem mich-um-Worte-bringenden, SCHEISSDRECKS schweizerdialekt davon erzählt, er habe dem System den Stinkefinger gezeigt, ja denn er hörte Chuck Berry und wüsste nun wie der Hase läuft. Alles korrupte, fleischfressende und bluttrinkende Maden. Widersetzend allem was böse ist spielt er nun …….Rock ‘N Roll! Ja gute Nacht zum zweiten, grausame Welt. Dem seis getan. Wir alle hauen auf die Klampfe und morgen geht die Sonne gleich viel heller auf.
August 17, 2008 um 8:16
ich kann mich nicht satt lesen an dem text, sehr, sehr hybsch.
wirklich sehr hybsch.
September 1, 2008 um 8:20
auch dieser text erinnert an büchner